Fast 100 Jahre ist sie alt und eine der letzten noch existierenden klassischen Großyachten der Jahrhundertwende - die imposante Yawl ARTEMIS.
Einst auf internationalen Regattabahnen unterwegs saß sie die letzten Jahrzehnte abgetakelt im Schlick fest. In diesem Zustand entdeckte der Verein JUGEND IN ARBEIT HAMBURG e. V. das Schiff und holte es nach Hamburg. Hier soll es in den kommenden Jahren im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Ausbildung wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden.
Noch im Jahr ihrer Fertigstellung nahm die ARTEMIS während der Kieler Woche an diversen Seeregatten teil und segelte dabei im gleichen Feld wie die Kaiserlicher Yacht METEOR.
Nach mehreren Eigentümerwechseln fand die ARTEMIS nach Ende des Zweiten Weltkriegs - ihres tonnenschweren Bleikiels beraubt, ohne Takelage und Ausrüstung - nur noch als Hausboot Verwendung. Als die Witwe des Eigners das Schiff zum Verkauf stellte, war "Jugend in Arbeit Hamburg e. V." gerade auf der Suche nach einem neuen Restaurierungs-Projekt und konnte die ARTEMIS erwerben.
Im Herbst 1994 wurde sie aus ihrem Schlickbett nördlich der Themsemündung befreit und nach einer behelfsmäßigen Reparatur per Dockschiff nach Deutschland überführt.
Seit 1997 werden der hölzerne Rumpf und die historische Inneneinrichtung auf der Werft "Jugend in Arbeit Hamburg e.V." im Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen restauriert. Die Neuverzimmerung des Rumpfes ist inzwischen abgeschlossen, gegenwärtig erfolgt der Einbau der aufgearbeiteten Inneneinrichtung. Masten und Spieren wurden nach altem Vorbild rekonstruiert. Von der ebenfalls eingebauten modernen Technik wird äußerlich kaum etwas zu sehen sein. Nach ihrerFertigstellung wird ARTEMIS ihren Liegeplatz im Sandtorhafen haben und von einer ehrenamtlichen Crew betrieben werden.
Als Botschafterin der Hansestadt Hamburg soll sie an maritimen Großveranstaltungen teilnehmen.
Artemis in Bildern
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